Projekt: „Ökoline und die Klasse 5a gehen auf Entdeckungsreise“
1. Sieger in der Altersgruppe 5. bis 6. Klasse
Klasse 5a (33 Schülerinnen und Schüler), Hans-Leinberger-Gymnasium, Landshut (Bayern)

Das Hans-Leinberger-Gymnasium in Landshut startete den bayernweiten Gesundheitstag im November 2008 mit einem leckeren Bio-Frühstück. Das machte die Klasse 5a neugierig auf „Bio“ und war der Beginn eines großen, fächerübergreifenden Projekts. Begeistert begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Entdeckungsreise, um zu erforschen, was biologischer Landbau und Naturschutz miteinander zu tun haben und was Bioprodukte auszeichnet. Sie unternahmen dabei mehrere Exkursionen: auf Biohöfe, zu einer Käserei, Metzgerei, Imkerei, Bäckerei und in einen Bioladen. Sie beschäftigten sich dabei u. a. mit der Bedeutung von Hecken für den Naturschutz auf Biohöfen, machten Experimente, Verköstigungen und Geschmackstests. Im Kunstunterricht entwarfen und bastelten die Schülerinnen und Schüler acht „Ökospiele“.
Die 5a dokumentierte ihre vielfältigen Aktivitäten in der Zeitschrift „Ökoline und die Klasse 5a gehen auf Entdeckungsreise“. „Ökoline“ ist eine kleine Raupe, die als eine Art Comicfigur die Leser der Zeitschrift auf der „Reise“ begleitet und sich am Ende in einen schönen Schmetterling verwandelt.
Die Schülerinnen und Schüler möchten anderen Kindern, aber auch Erwachsenen mit ihrem Projekt Anregungen zum Nachahmen geben. Ihnen ist wichtig, dass möglichst viele von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen profitieren. So stellten sie die Ergebnisse ihres Projekts Ende März 2009 auf der Landshuter Umweltmesse vor. Die „Ökospiele“ und die Zeitschrift „Ökoline“ wurden dort von allen bewundert, und die Schüler mussten viele Fragen zu ihrem Projekt beantworten.
Die Kinder sind so begeistert, dass sie am liebsten immer weiter machen möchten. Als der Beitrag eigentlich schon fertig war, reichten z. B. drei Schülerinnen noch einen Film nach, den sie in den Osterferien selbst gedreht hatten. Ein gutes Beispiel, wie nachhaltig Projektarbeit sein kann.
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Laudatio
Der erste Eindruck war schlicht überwältigend. Meine Güte, was hatten die denn alles als Wettbewerbsbeitrag eingereicht. Das war ja ein ganzer Berg von Ideen und Projekten, die von den 33 Schülerinnen und Schüler des Hans-Leinberger-Gymnasiums in Landshut im Bundesland Bayern in die Tat umgesetzt wurden. Da musste die Jury sich richtig durcharbeiten, um sich alles anzuschauen und zu würdigen. Allerdings: Die Menge allein sagt natürlich gar nichts aus über die Qualität der Arbeit. Nur weil viel gemacht wurde, gibt es noch lange keinen Preis – das reicht höchstens erst einmal für ein Sternchen für besonderen Fleiß.
Doch in diesem Fall hatte die umfangreiche Arbeit auch noch Hand und Fuß. Denn die Klasse 5a des Hans-Leinberger-Gymnasiums hatte viele Ausflüge gemacht, Experimente durchgeführt und sich ausführlich informiert über Naturschutz und den biologischen Landbau. Und das Ergebnis dieser Projekte und Entdeckungsreisen, das konnte die Jury bewundern in Form einer Fotomappe, einer Zeitschrift und vieler Ökospiele. Und, wie gesagt, die Vielzahl der eingereichten Beiträge war schon ungewöhnlich, aber hier hat schlicht auch der Inhalt gestimmt.
Das Maskottchen dieser Arbeit, der Hauptdarsteller in der Zeitschrift, war übrigens eine kleine Raupe mit dem Namen „Ökoline“, die den Leser auf der Reise durch die Natur und den Ökolandbau begleitet und die sich zum Schluß, wie es sich für ein richtiges Happyend gehört, in einen Schmetterling verwandelt. Und auch die 33 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a des Hans-Leinberger-Gymnasiums werden ab jetzt auf der Reise begleitet. Für die Rückreise gibt es nämlich in der Altersgruppe 5. bis 6. Klasse für Euch den ersten Preis, die kuhle Kuh in Gold. Und das ist doch auch ein richtig schönes Happyend. Ich gratuliere!
Laudator: Jurymitglied Günter Hetzke (Leiter der Redaktion Umwelt und Verbraucher, Deutschlandfunk)


