„Biokästchen“: Ein Hüpfspiel für draußen über unser tägliches Essen und den Klimaschutz

1. Sieger in der Altersgruppe 3. bis 4. Klasse

Greenteam (7 Schülerinnen und Schüler), Kolping-Schule, Aschaffenburg, Bayern



Spiel "Biokästchen"

Die acht Mädchen und Jungen des Greenteams der Kolping-Schule Aschaffenburg haben aus dem alt bekannten Hüpfkästchen das neue Spiel „Biokästchen“ entwickelt. Es soll Kindern zeigen, wie viel unser tägliches Essen mit Umwelt- und Klimaschutz zu tun hat. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Bio-Punkte und möglichst wenig CO2-Punkte zu sammeln. Dafür muss man Fragen richtig beantworten, gute Ideen zum Umweltschutz haben oder mit etwas Glück die richtigen Ereigniskarten ziehen.

Der Jury gefiel besonders, dass das Greenteam ein Spiel für draußen entwickelt hat. So können Wissenserwerb und Spaß an der frischen Luft in besonderer Weise verbunden werden. Die Kinder haben sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und in ihrer Schule und auf einem Demeter-Gemüsehof recherchiert. Dabei haben sie viel über den Ökologischen Landbau gelernt. Das Spiel wurde von den acht Mädchen und Jungen in ihrer Freizeit entwickelt, was für ein besonderes Engagement spricht.



Laudatio

Wir wissen alle, dass es wichtig ist, sich gesund zu ernähren. Natürlich greifen wir trotzdem zur Tüte mit den Chips oder zur Schokolade. Und das ist auch in Ordnung, solange es in Maßen und nicht in Massen geschieht. Ansonsten sollen wir, am besten selbstverständlich ungespritzt, viel Obst und Gemüse essen. Und da gibt es sogar eine Regel. Fachleute sagen: Fünf Mal am Tag sollen wir bei Obst und Gemüse zugreifen. Aber gesundes Essen alleine reicht nicht. Ebenso wichtig ist ausreichend Bewegung. Das muss nicht unbedingt im Sportverein sein. Es reicht schon die Treppe zu nehmen, statt den Lift, Fahrrad zu fahren oder ordentlich zu toben.

Genau diesen Grundgedanken - gute Ernährung auf der einen und Bewegung auf der anderen Seite - haben acht Schülerinnen und Schüler der Kolping-Schule in Aschaffenburg aufgegriffen und ein Hüpfspiel entwickelt, das jederzeit auf der Straße gespielt werden kann. Man braucht nur ein Stück Kreide und natürlich die Frage- und Ereigniskarten, bei denen es um die Ernährung und den Umweltschutz geht. Um den Spaß und die Spannung zu erhöhen, gibt es aber nicht nur Plus-, sondern auch Minuspunkte, also Belohnung und Bestrafung.

Die Erfinder dieses Spiels, die an ihrer Schule ein "Greenteam" gegründet haben, eine Kindergruppe der Umweltorganisation Greenpeace, haben in ihrem Begleitbrief geschrieben, sie sind der Ansicht, dass so manches auf der Erde schief läuft und dass sie deshalb Tieren, Menschen und der Natur helfen wollen. Nun, eines ist auf jeden Fall nicht schief gelaufen. Die Teilnahme am Wettbewerb hat sich nämlich gelohnt.

In der Altergruppe 3. bis 4. Klasse geht der erste Preis des Bio-Schülerwettbewerbs an die acht Schülerinnen und Schüler der Kolping-Schule in Aschaffenburg im Bundesland Bayern. Herzlichen Glückwunsch!

Laudator: Jurymitglied Günter Hetzke (Leiter der Redaktion Umwelt und Verbraucher, Deutschlandfunk)



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Letzte Aktualisierung: 04.06.2008